Der April macht, was er will … 8.-10. April

Das Boot ist fertig und natürlich fiebern wir auf einen Probeschlag hin, um zu testen, ob wir alles korrekt zusammengebaut haben und das Boot gut läuft. Aber das Aprilwetter ließ ein Ablegen am vergangenen Wochenende leider nicht zu. Zuviel Wind 6-8 Bf, eine dunkle Front nach der anderen, begleitet von Hagel und Regen, zwischendurch Sonnenschein wie im schönsten Frühling.

Wir verbrachten die ersten Nächte auf dem Boot. Dank funktionierender Dieselheizung und verschiedenen elektrischen Heizgeräten wird es kuschelig warm, nur die ungewohnten Geräusche und Bewegungen des Bootes im Wind stören den geruhsamen Schlaf noch etwas.

Basteln und Einleben an Bord war angesagt, Betten neu beziehen, Klamotten einräumen, Lebensmittel und Getränke bunkern, unterbrochen von Strandspaziergängen und Besorgungen zwischen den Schauern.

Urte kocht uns leckeren Thunfischauflauf und am 2. Abend Hähnchen-Curry mit Banane. Hat super gut geschmeckt, so dass natürlich wieder mal nichts übrig blieb. Selbst gekocht (nicht von mir …) schmeckt doch deutlich besser als gekauft. Beides wird in die Liste der Bordrezepte aufgenommen 🙂 Die neue Pfanne mit extra hohem Rand, auch für Aufläufe und Backofeneinsatz geeignet, wird das Kochen zukünftig erleichtern.

Samstag Abend kamen Marcus und Julian vorbei und bei Pizza und Bier wurde im Salon geklönt und gefachsimpelt.

Die neue Technik funktioniert im Prinzip ohne Probleme. Nachdem Raymarine uns mit der laufenden Reklamation der Fernbedienung für den Autopiloten (November 2021) im Regen stehen ließ (“ wir wissen noch nicht, wann wir Ersatz liefern können, aber auf keinen Fall vor Juni“) habe ich mich entschlossen, vom Kauf zurückzutreten und mich nach einer Alternative umgesehen. Die neue Fernbedienung von SEYMO (einer Alternative zum Original von Raymarine) läuft im Testbetrieb prima, dazu 50% günstiger und auch noch kleiner. Einfach anschließen – fertig, läuft!

Auch der gebraucht erworbene Plotter B&G Vulcan 5 konnte relativ einfach provisorisch unter Deck ins Bordnetz eingebunden werden. Die Verbindung von analogen Geberdaten in Kombination mit einem vorhandenen kleinen Seatalk-NG Netzwerk und einem neuen NMEA 2000 Netzwerk gelingt auf Anhieb. Final ist ein Einbau in der Instrumentenbrücke vor dem Niedergang anstelle eines der 4 Anzeigedisplays geplant, wenn er in den nächsten Wochen die Erwartungen erfüllt. Aber Löcher in das GFK-Formteil werden erst gebohrt, wenn die Funktion ausgiebig getestet wurde.

Lediglich die Daten zur Windrichtung werden noch nicht zuverlässig angezeigt, weil ich aus Schusseligkeit leider den Windgeber verkehrt herum angebaut habe. Eigentlich kein großer Aufwand, diesen anders herum zu montieren, aber er befindet sich ganz oben am Mast und bei dem starken Wind in den letzten Wochen fehlte mir die Motivation, mich dort hochziehen zu lassen. Wird demnächst erledigt.

Mit dem bei Alibaba erworbenen DL-24 habe ich die Kapazität der Verbraucherbatterien gemessen und beide verfügen noch über ca. 86 Ah (von ursprünglich 95 Ah), so dass wir uns entschieden haben, eine dritte baugleiche Batterie zu kaufen und zu installieren, um dann insgesamt mit ungefähr 285 Ah / 2 = 143 Ah nutzbarer Energie noch unabhängiger vom Landstrom zu werden. Wir bleiben bis auf weiteres bei auslaufsicheren Blei-Säure-Batterien, der Aufpreis für AGM, Gel oder Lithium rentiert sich bei unserem momentanen Nutzerprofil nicht.

Jetzt ist aber genug gebastelt, nächstes Wochenende noch die Wantenspannung erhöhen und dann wird – bei hoffentlich besserem Wetter – gesegelt!

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