Ostern – Segeln & Arbeiten

Am Donnerstag vor Ostern bekamen wir die Schlüssel für unsere neue Wohnung in Heiligenhafen. Ein Traum geht in Erfüllung, wir ziehen komplett an die Ostsee 🙂

Als Begrüßung gibt es einen einmaligen Sonnenuntergang.

Natürlich gibt es viel zu tun und obwohl wir die Renovierungsarbeiten größtenteils an Handwerker vergeben haben, bleiben eine Menge Vorbereitungsmaßnahmen zu erledigen. Da wir beide „Büromenschen“ sind, die körperliches Arbeiten nicht gewöhnt sind, waren wir uns bereits vor dem Wochenende darüber einig, dass wir nicht das ganze Wochenende arbeiten wollen. 50:50 war das Ziel.

Die Wettervorhersage sah für Karfreitag etwas mau aus, guter Wind, aber bewölkt, evtl. Regen. So entschlossen wir uns, Freitag und Montag zu arbeiten und SA und SO bei leichten Winden segeln zu gehen. Richtige Entscheidung!

Meine Mutter und Michael unterstützen uns am Freitag bei den ersten Vorbereitungsmaßnahmen in der Wohnung, … alle Teppiche raus, Einbauschränke im Bad raus, Gardinenbretter runter, Müll wegfahren und anfangen mit Tapeten abreißen…

Sehr anstrengend, aber am Abend sahen wir bereits einen guten Fortschritt und ließen es uns im KORFU schmecken.

Am Samstag wie erwartet strahlender Sonnenschein und eine sehr leichte Brise. Also genau richtig für den ersten Törn der Saison. Es sollte nach Grömitz gehen und dick eingepackt verließen wir den Hafen und segelten entspannt unter der Fehmarnsundbrücke mit 4-5 kn Speed und achterlichem Wind.

Das Rigg und alle Leinen funktionierte prima, also alles richtig zusammengebaut. Die neue Fernbedienung für den Autopiloten von SEYMO ist prima und auch der B&G Vulcan 5 bietet noch mehr zusätzliche Möglichkeiten, die es in den nächsten Wochen im Detail zu erkunden gilt. Da die von mir falsch herum angebaute Windmessanlage am Mast noch nicht die richtige Windrichtung meldete, konnten wir Sail-Steer leider nicht nicht testen. Ist aber auch nicht eilig.

Kurz hinter Grossenbrode verließ uns dann der Wind und wir dümpelten bei 2-2,5 kn eine Weile dahin. Für SO war auch wenig Wind angekündigt, so dass wir uns entschlossen, nach Grossenbrode abzudrehen, denn noch 2h nach Grömitz zu motoren, nur um am nächsten Tage evtl. wieder zurück zu motoren, erschien uns nicht attraktiv. Außerdem ist der Weg das Ziel und so fanden wir bei der Yachtwerft Klemens im noch recht leeren Hafen einen schönen Platz.

Auf dem Wasser im Schatten der Genua und im Wind trugen wir Ölzeug, dicke Pullover, Mütze und Handschuhe und jetzt windgeschützt in der Sonne im Hafen konnten wir in kurzen Hosen und mit freiem Oberkörper (nur ich :-)) im Cockpit sitzen … herrlich, so schmeckt das Anlegerbier.

Ein kleiner Spaziergang auf der Promenade, dann wurde an Bord gekocht. Urte bereitete „Stefan-Spezial“ vor, wie immer sehr lecker (Fleisch mit Bohnen, Rezept hier: https://mokendeistsegeln.wordpress.com/rezepte/).

Abends wollten wir zum Osterfeuer, aber die Menschen standen dicht an dicht, viel zu viele Besucher und Schlangen an den Ständen und wir verzogen uns nach kurzer Zeit wieder in unseren geheizten Salon).

SO früh gab es ein Osterfrühstück im Cockpit, die Sonne schien wie angekündigt den ganzen Tag. Wir spazierten barfuß am Strand (das erste Mal in diesem Jahr), aber zum Anbaden war es dann doch zu kalt (6 Grad).

Wir verschoben die Rücktour auf den Nachmittag, da dann etwas mehr Wind angekündigt wurde und besuchten noch kurz Martin und Anette, die mit Ihrer SY Anemar in der Mola-Werft Ihren Heimathafen haben.

Nachmittags dann das Boot aufklaren und Kurs zurück nach Heiligenhafen. Eine sehr schöne Halbwindtour bis zur Ansteuerung des Fehmarnsund-Fahrwassers. 8-10 kn Wind, 5-7 kn Speed … so schön kann segeln sein. Nach eindrehen in Richtung Brücke kam der Wind dann achterlich, ließ deutlich nach und wir segelten das erste Stück mit 2-3 Knoten und halb eingedrehter Genau, weil diese ganz ausgerollt im Windschatten des Grosssegels nicht genug Wind bekam. Kurz vor der Brücke musste dann der Motor helfen und das letzte Stück bis zum Hafen konnten wir wieder gemütlich segeln.

Insgesamt ein schönes Segel-Wochenende mit wenig Wind zum „Wieder-Angewöhnen“.

Ostermontag ging es dann wieder an die Arbeit — Tapeten abreißen und alte Deckenlampen abbauen. Wir werkelten den ganzen Tag, nur kurz unterbrochen vom Besuch unserer Segelfreunde Sonja und Holger, die eine Ferienwohnung in unmittelbarer Nachbarschaft haben und mit Kuchen vorbeikamen, um sich unser neues Zuhause anzusehen.

Die nächsten 2 Wochenenden heißt es erstmal „Renovieren“, bevor wir dann hoffentlich wieder mehr zum Segeln kommen und im Juni dann umziehen können.

Ein Kommentar zu „Ostern – Segeln & Arbeiten

  1. Alles richtig gemacht! (incl. dem gekochten Abendessen von Urte nach dem tollen Rezept) Schade, dass wir noch nicht eure Wohnung sehen geschweige denn, euch helfen könnnen! Wir drücken für die weiteren Schritte die Daumen und wünschen eine erholsame Woche!
    LG Stefan und Anne

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